Bewegungsartikel des Monats

Mit Routinen den inneren Schweinehund zähmen - so funktioniert es

Unser Alltag: Mehr Autopilot als uns bewusst ist

Wissen Sie noch, was Sie heute Morgen als Erstes gemacht haben? Wecker aus, Hausschuhe an, ab ins Bad, vielleicht direkt zur Kaffeemaschine – alles ganz automatisch?

Das Spannende daran: Diese Abläufe passieren meist ohne bewusstes Nachdenken. Wir „funktionieren“ – gesteuert von Routinen, die tief in unserem Alltag verankert sind.

Forscher schätzen, dass 30 bis 50 % unseres Tages von Routinen bestimmt werden – vom morgendlichen Zähneputzen, dem Frühstücken, der Einkaufsroute im Supermarkt bis zur abendlichen Badroutine.

Und genau darin liegt großes Potenzial: Denn wenn Routinen so dauerhaft und kraftsparend funktionieren, warum sollten wir sie nicht gezielt für das nutzen, was uns langfristig guttut?

Warum Routinen so mächtig sind

Routinen sind erlernte Verhaltensmuster und haben einige besondere Eigenschaften:

  • Sie sind langlebig.
  • Sie kosten kaum Überwindung.
  • Sie geben uns Stabilität im Alltag.

Ein Klassiker: das Zähneputzen. Wahrscheinlich putzen Sie sich seit Jahren jeden Tag die Zähne – ohne sich groß motivieren zu müssen.

Obwohl es nicht spannend oder angenehm ist, gehört es wie selbstverständlich zum Alltag. Wird es einmal ausgelassen, fühlt sich das oft „komisch“ an. Die Routine ist so stabil, dass sogar ein gewisses Verlangen entsteht, sie durchzuführen.
Das zeigt: Gefestigte Routinen brauchen keine oder kaum noch Willenskraft. Im Gegenteil – sie halten sich oft ein Leben lang.

Dieser Mechanismus lässt sich bewusst nutzen – zum Beispiel, um effektiv und langfristig mehr Bewegung in den Alltag einzubauen

Die vier Bausteine jeder Routine

Routinen folgen immer dem gleichen Schema – der sogenannten Routineschleife:

  1. Auslöser: Ein bestimmtes Ereignis (z.B. die Türklingel), ein Gefühl oder eine bestimmte Situation (z.B. Bad betreten am Morgen).
  2. Verlangen: Der Wunsch nach einem guten Gefühl oder dem Beseitigen eines unangenehmen Gefühls.
  3. Reaktion: Die eigentliche Handlung.
  4. Belohnung: Ein gutes Gefühl, das die Routine langfristig verstärkt.

Ein Klassiker ist auch das morgendliche Kaffeekochen.

  • Auslöser: Müdigkeit am Vormittag
  • Verlangen: der Wunsch nach Energie oder dem vertrauten Geschmack
  • Reaktion: Kaffee zubereiten (ohne groß darüber nachzudenken)
  • Belohnung: der erste Schluck Kaffee – belebend und vertraut

Bewegung zur Routine machen - so geht's

Genau wie beim Kaffeekochen lässt sich auch Bewegung in solche Routineschleifen einbauen- oder so mit bestehenden Routinen verknüpfen. Ein Beispiel:

Auslöser: Der Blick auf die Kaffeemaschine- eventuell mit einem Klebezettel zur Erinnerung an Ihre neue Bewegungsroutine.

  • Verlangen: Der Wunsch, den Tag beweglich zu starten, sich besser zu fühlen und Ihre Vorsätze zu erfüllen.
  • Reaktion: Während der Kaffee durchläuft, führen Sie zwei kurze Übungen im Stehen durch (2-3 Minuten).
  • Belohnung: Sie fühlen sich nach den Übungen besser und beweglicher und sind stolz, dass Sie ihrem Körper wieder etwas Gutes getan haben- und natürlich wartet der wohlverdiente Kaffee auf Sie!

Was anfangs vielleicht etwas ungewohnt ist, wird mit der Zeit selbstverständlich- und irgendwann untrennbar mit dem Alltag verbunden. Mit der Zeit entsteht so eine neue, positive Routine eine Bewegungseinheit „ganz nebenbei“. Sie kostet keine zusätzliche Zeit und bald auch keine Überwindung mehr

Bewegung bei Morbus Bechterew: Eine lebenslange Aufgabe - leichter gemacht

Tägliche Bewegungstherapie ist ein zentraler Pfeiler in der Behandlung von Morbus Bechterew. Klar ist aber auch: Es ist nahezu unmöglich, sich Tag für Tag ein Leben lang zu umfangreichen Übungsprogrammen aufzuraffen.

Doch genau hier liegt die gute Nachricht: Routinen tricksen den inneren Schweinehund aus. Indem Sie kurze, gezielte Bewegungseinheiten fest in Ihren Alltag integrieren – z. B. beim Zähneputzen, Kaffeekochen oder Fernsehen – werden diese Übungen zur Selbstverständlichkeit. Sie laufen „wie von selbst“ ab – ähnlich wie das Zähneputzen.

Dafür braucht es keine Disziplin auf Lebenszeit, sondern clevere Verknüpfungen:

  • einfache, gut durchführbare Übungen
  • ein klarer Auslöser
  • spürbare Belohnung
  • und etwas Geduld in der Anfangsphase (die z. B.
    durch die Axia-App erleichtert wird)

Je öfter eine Routine erfolgreich durchlaufen wird, desto stabiler wird sie – und desto weniger Energie kostet sie.

Wie Sie mit der Axia-App spielend einfach Routinen aufbauen können

Die von der DVMB mitentwickelte App Axia unterstützt Sie genau dabei: Mit über 35 alltagsahen Routinen – vom Aufstehen bis zur Abendroutine – bietet die App konkrete Vorschläge für passende Bewegungseinheiten.

Die Übungen sind jeweils mit kurzen Videos erklärt und lassen sich individuell anpassen. Auch eine Erinnerungsfunktion kann aktiviert werden.

Darüber hinaus bietet die Axia-App Ihnen eine Reihe weiterer Funktionen wie z.B.:

  • Individualisierte Übungsprogramme (mit über 250 Übungsvideos)
  • Extra-Module bei akuten Schmerzen oder Morgensteifigkeit
  • Eine Wissensakademie mit über 55 Lerneinheiten (dieser Artikel entspricht z.B. einer Lerneinheit)
  • Große Auswahl an Entspannungsübungen Symptomtracker, Schrittzähler, und vieles mehr! 
  • …und natürlich jede Menge Motivation zu mehr Bewegung, um langfristig am Ball zu bleiben!

Axia wird in den nächsten Wochen/Monaten dauerhaft auf Rezept verfügbar. Seien Sie dabei und lassen Sie sich informieren, sobald Axia verfügbar ist!

Lassen Sie sich informieren, sobald Axia in Kürze für Sie verfügbar ist!